>> Linzer Stadtpolitik

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lind
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Re: >> Linzer Stadtpolitik

Beitrag von lind » Do 31. Mär 2022, 23:15

Michael hat leider recht das allgemeine Klima ist ziemlich rauer geworden.
Nur werden Schleusen halt nichts bringen.
Es verlagert nur wieder das Problem, genau wie Wasser, das kann man auch nur verdrängen.
Das Problem der Frust bleibt und Frist sich wie Rost nach ihnen.
ändern tut sich nichts.
Liebe Grüße Robert

Bitte habt Verständnis für meinen teilweise schlechte schriftliches Deutsch.
Legasthenie und Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) ist ein Problem für mich selbst.
Deswegen bitte nehmen wir alle aufeinander Rücksicht o. k.

nubaflyer
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Re: Linzer Hauptbürgermeister igelt sich ein

Beitrag von nubaflyer » Fr 1. Apr 2022, 13:56

Reiter hat geschrieben:
Do 31. Mär 2022, 14:07
Laut Presseberichten waren zuert die Impfgegner schuld, jetzt sind es die Rumore in der Sozialabteilung: Luger igelt sich ein und lässt Schleusen in die beiden Rathäuser einbauen. Hat der Linzer Bürgermeister wirklich so viel Angst?
Dass ausgerechnet Luger, der immer von viel "Bürgernähe" gequasselt hatte, diesen Schritt durchführt, ist enttäuschend.
Das sind genau so polemisch-reißerische Clickbait-Schlagzeilen, die zum Kotzen sind. Wieso soll das genau an einer Person aufgehängt werden? Wird wohl die letzten Jahre genug Fälle gegeben haben, die dazu führten, dass man Zugangskontrollen bei den Ämtern einführen muss. Und ist in vielen anderen Institutionen und Ländern nicht viel anders. Aber Luger-Bashing kommt halt besser rüber.

nubaflyer
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Re: >> Linzer Stadtpolitik

Beitrag von nubaflyer » Fr 1. Apr 2022, 17:01

Sorry fürs Ausschweifen - hat mit dem Ursprungsthema nicht mehr direkt zu tun....

lind hat geschrieben:
Do 31. Mär 2022, 17:19
Der Spritpreis war nur der Anfang.
Fernwärme, Strom Mieterhöhung, Lebensmittel preise.
Sind Sachen die uns alle in den nächsten Monaten um die Ohren fliegen werden.
Aber du hast schon recht dieser Welt Frieden das ist ganz wichtig.
Ich hab als Kind noch gelernt Weltfrieden fang mit sozialen Frieden an.
Der kann nur existieren wenn die Grundbedürfnisse gedeckt sind.
Echt, und Grundbedürfnisse sind nicht gedeckt, oder was willst du sagen? Ja, ein paar werden sich umgewöhnen müssen und es wird keine 3 Amazon-Packln die Woche, 15 neue Primark-Leiberl und dem nächsten Termin beim Tätowierer mehr spielen. Viele müssen mal einen Kassasturz machen und schauen, wie sie sich positionieren, um mit den gestiegenen Kosten auszukommen. Einige sind dabei, für die wird es ganz eng bzw. wird es sich echt nicht ausgehen. Für viele wird es aber nur ein Raunzer-Problem sein, weil sie ihre bisherigen Gewohnheiten etwas umstellen müssen. Da nach staatlicher Hilfe schreien statt für sich selber entsprechend zu wirtschaften, wirkt mir aber oft als die einfachere Lösung. Ich habe ja beruflich einige Zeit auf den Philippinen verbracht und die Leute dort gesehen. 2-3h in einem Bus zu sitzen, um in die Arbeit zu kommen, zu sechst in einer 60qm Wohnung zu leben, um sich die Kosten zu teilen oder meistens nur von Reis mit Sauce zu leben, um satt zu werden - das ist ein anderes Verständnis von "Grundbedürfnisse decken". Bei uns bocken die Leute ja schon, sich in Fahrgemeinschaften zu organisieren, um Spritkosten zu sparen. Fühlt sich ja jeder am Schlipps getreten, wenn er auf so ein Modell wechseln müsste.

lind hat geschrieben:
Do 31. Mär 2022, 17:19
Zu denn Ukrainern....
Du glaubst aber auch wohl immer noch, dass das analphabetische Bauern sind, die da herkommen? So wie Fred sagt, wir können froh sein, wenn einige von denen hier bleiben wollen. Fürchte aber, die werden ziemlich schnell feststellen, dass das in Österreich nicht bleibenswert ist. Sind genug dabei, die eine gute Ausbildung haben und vor allem arbeitswillig sind - zwei Tugenden, die ich bei Herrn und Frau Jung-Österreicher oft schon vermisse. Gerade in Sachen Digitalisierung ist es so, dass die Ukraine bei uns teilweise verwundert sind, wie hinterwäldlerisch die Registrierung bei uns abläuft und sie mit Papierformularen wo anstehen müssen, um das zu erledigen. Zudem würde ich die Mentalität der Ukrainer auch nicht unterschätzen: die haben erst in den letzten 30 Jahren eine eigene Mentalität aufgebaut und erarbeitet - denen traue ich es zu, das woanders auch wieder hinzubekommen. Hingegen dem zunehmend faulen österreichischem Pack traue ich schon gar nichts mehr zu, außer sich auf dem Wohlstand auszuruhen, der in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts erarbeitet wurde. Und klar, weil diese Komfortzone in Gefahr geraten ist, wird einfach mal kräftig auf die Politik geschimpft, weil die hätten ja alles verhindern müssen. Bin auch mit der Politik in Österreich unzufrieden, aber wohl aus anderen Gründen und nicht aus der Motivation, dass die Politik mir/uns helfen muss, weil ich/wir selber dafür nicht fähig/willig sind.

"Eure scheiss Stimmung, da seid ihr selber verantwortlich" - wie Uli Hoeneß mal sagte, kann man hier auch anwenden. Man soll nicht immer allen anderen die Schuld für die eigene Unzufriedenheit geben. Ist jeder eingeladen, das beste aus sich und seinem Leben zu machen und dieses voranzupushen. Nur tun das immer weniger, weil es einfach so gemütlich war bisher.

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Re: >> Linzer Stadtpolitik

Beitrag von Bergbahnfreak » Fr 1. Apr 2022, 20:27

Man muss halt auch mal über den Tellerrand hinaus sehen, um festzustellen wie gut es einem geht!

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Re: >> Linzer Stadtpolitik

Beitrag von Insider77 » Sa 2. Apr 2022, 11:40

nubaflyer hat geschrieben:
Fr 1. Apr 2022, 17:01
Sorry fürs Ausschweifen - hat mit dem Ursprungsthema nicht mehr direkt zu tun....

lind hat geschrieben:
Do 31. Mär 2022, 17:19
Der Spritpreis war nur der Anfang.
Fernwärme, Strom Mieterhöhung, Lebensmittel preise.
Sind Sachen die uns alle in den nächsten Monaten um die Ohren fliegen werden.
Aber du hast schon recht dieser Welt Frieden das ist ganz wichtig.
Ich hab als Kind noch gelernt Weltfrieden fang mit sozialen Frieden an.
Der kann nur existieren wenn die Grundbedürfnisse gedeckt sind.
Echt, und Grundbedürfnisse sind nicht gedeckt, oder was willst du sagen? Ja, ein paar werden sich umgewöhnen müssen und es wird keine 3 Amazon-Packln die Woche, 15 neue Primark-Leiberl und dem nächsten Termin beim Tätowierer mehr spielen. Viele müssen mal einen Kassasturz machen und schauen, wie sie sich positionieren, um mit den gestiegenen Kosten auszukommen. Einige sind dabei, für die wird es ganz eng bzw. wird es sich echt nicht ausgehen. Für viele wird es aber nur ein Raunzer-Problem sein, weil sie ihre bisherigen Gewohnheiten etwas umstellen müssen. Da nach staatlicher Hilfe schreien statt für sich selber entsprechend zu wirtschaften, wirkt mir aber oft als die einfachere Lösung. Ich habe ja beruflich einige Zeit auf den Philippinen verbracht und die Leute dort gesehen. 2-3h in einem Bus zu sitzen, um in die Arbeit zu kommen, zu sechst in einer 60qm Wohnung zu leben, um sich die Kosten zu teilen oder meistens nur von Reis mit Sauce zu leben, um satt zu werden - das ist ein anderes Verständnis von "Grundbedürfnisse decken". Bei uns bocken die Leute ja schon, sich in Fahrgemeinschaften zu organisieren, um Spritkosten zu sparen. Fühlt sich ja jeder am Schlipps getreten, wenn er auf so ein Modell wechseln müsste.

lind hat geschrieben:
Do 31. Mär 2022, 17:19
Zu denn Ukrainern....
Du glaubst aber auch wohl immer noch, dass das analphabetische Bauern sind, die da herkommen? So wie Fred sagt, wir können froh sein, wenn einige von denen hier bleiben wollen. Fürchte aber, die werden ziemlich schnell feststellen, dass das in Österreich nicht bleibenswert ist. Sind genug dabei, die eine gute Ausbildung haben und vor allem arbeitswillig sind - zwei Tugenden, die ich bei Herrn und Frau Jung-Österreicher oft schon vermisse. Gerade in Sachen Digitalisierung ist es so, dass die Ukraine bei uns teilweise verwundert sind, wie hinterwäldlerisch die Registrierung bei uns abläuft und sie mit Papierformularen wo anstehen müssen, um das zu erledigen. Zudem würde ich die Mentalität der Ukrainer auch nicht unterschätzen: die haben erst in den letzten 30 Jahren eine eigene Mentalität aufgebaut und erarbeitet - denen traue ich es zu, das woanders auch wieder hinzubekommen. Hingegen dem zunehmend faulen österreichischem Pack traue ich schon gar nichts mehr zu, außer sich auf dem Wohlstand auszuruhen, der in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts erarbeitet wurde. Und klar, weil diese Komfortzone in Gefahr geraten ist, wird einfach mal kräftig auf die Politik geschimpft, weil die hätten ja alles verhindern müssen. Bin auch mit der Politik in Österreich unzufrieden, aber wohl aus anderen Gründen und nicht aus der Motivation, dass die Politik mir/uns helfen muss, weil ich/wir selber dafür nicht fähig/willig sind.

"Eure scheiss Stimmung, da seid ihr selber verantwortlich" - wie Uli Hoeneß mal sagte, kann man hier auch anwenden. Man soll nicht immer allen anderen die Schuld für die eigene Unzufriedenheit geben. Ist jeder eingeladen, das beste aus sich und seinem Leben zu machen und dieses voranzupushen. Nur tun das immer weniger, weil es einfach so gemütlich war bisher.
Wird nicht mehr lange dauern, bis von den Rechten wieder die Angst geschürrt wird, dass die (billigen, arbeitswilligen) Flüchtlinge uns Wohlstandsverwöhnten ersetzen werden. Dabei sollte ja diese zusätzliche Arbeitskraft genützt werden um die Wirtschaft noch stärker anzukurbeln und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Dieser Arbeitsplatzangst könnte ja eigentlich mit einem Bürgergeld bzw. Grundeinkommen entgegengewirkt werden.

Da gabs kürzlich wieder Interessantes von Richard David Precht.

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Re: Linzer Hauptbürgermeister igelt sich ein

Beitrag von Michael » Sa 2. Apr 2022, 13:16

nubaflyer hat geschrieben:
Fr 1. Apr 2022, 13:56
Das sind genau so polemisch-reißerische Clickbait-Schlagzeilen, die zum Kotzen sind. Wieso soll das genau an einer Person aufgehängt werden? Wird wohl die letzten Jahre genug Fälle gegeben haben, die dazu führten, dass man Zugangskontrollen bei den Ämtern einführen muss. Und ist in vielen anderen Institutionen und Ländern nicht viel anders. Aber Luger-Bashing kommt halt besser rüber.
Gab genug Zwischenfälle, wodurch der Wunsch für bessere Kontrollmöglichkeiten v.a. von der Personalvertretung ausgegangen ist. Weshalb man etwa keine Scheren, Brieföffner oder spitzen Gegenstände offen auf dem Schreibtisch aufbewahren soll, hat schon seine Gründe :silent:

Übrigens beschäftigt dieses Thema auch seit geraumer Zeit auch die Krankenhäuser und die Hausarztpraxen.
Vü schener is des G'Fühl, wenn i a Kerosin riach in mir

Beste Grüße
Michael David | Forenadministrator

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