>> Radverkehrssituation Nibelungenbrücke

Klimafreundliche Fortbewegung in unserer Stadt
cwirth
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Re: >> Radverkehrssituation Nibelungenbrücke

Beitrag von cwirth » So 29. Dez 2019, 16:42

Michael hat geschrieben:
Do 26. Dez 2019, 20:18
Pinkyy bringt - wie in so vieles - nur Wirbel rein
In einen mehrjährigen, absoluten Stillstand Wirbel rein zu bringen, ist in diesem Fall sehr positiv. Alles ist besser als das lebensgefährliche Provisorium, das sich aktuell an dieser Stelle befindet.

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Michael
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Re: >> Radverkehrssituation Nibelungenbrücke

Beitrag von Michael » So 29. Dez 2019, 17:29

Ob es dann auch positiv ist, wenn Fahrräder über die Nibelungenbrücke nur mehr geschoben werden dürfen... ich brauche wohl niemanden zu erzählen, dass andere mögliche Alternativen nicht schon längst (mehrfach) geprüft wurden und neue nicht so einfach vom Himmel fallen.
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Re: >> Radverkehrssituation Nibelungenbrücke

Beitrag von flaimo » Mo 30. Dez 2019, 02:28

wenn es keinen radweg mehr gibt dürfen radfahrer auf einer der normalen fahrspuren fahren. nix mit schieben. dann würden radfahrer die dritte spur, so halb, bekommen, die sie immer einfordern.

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Re: >> Radverkehrssituation Nibelungenbrücke

Beitrag von Michael » Mo 30. Dez 2019, 07:06

flaimo hat geschrieben:
Mo 30. Dez 2019, 02:28
wenn es keinen radweg mehr gibt dürfen radfahrer auf einer der normalen fahrspuren fahren. nix mit schieben. dann würden radfahrer die dritte spur, so halb, bekommen, die sie immer einfordern.
Weil das weniger gefährlicher ist, als die jetzige Situation... bitte Leute, bleibt realistisch :?
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Re: >> Radverkehrssituation Nibelungenbrücke

Beitrag von cwirth » Mo 30. Dez 2019, 11:30

Michael hat geschrieben:
So 29. Dez 2019, 17:29
Ob es dann auch positiv ist, wenn Fahrräder über die Nibelungenbrücke nur mehr geschoben werden dürfen... ich brauche wohl niemanden zu erzählen, dass andere mögliche Alternativen nicht schon längst (mehrfach) geprüft wurden und neue nicht so einfach vom Himmel fallen.
Politische Lösungen fallen immer dann vom Himmel, wenn sie unbedingt notwendig sind. Wenn tausende Radwege in ganz Österreich plötzlich unrechtmäßig sind, tritt dieser Fall ein. Wenn ein paar "Spinner" halt einen besseren Radweg über die Nibelungenbrücke fordern, offenbar nicht.

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Re: >> Radverkehrssituation Nibelungenbrücke

Beitrag von Michael » Mo 30. Dez 2019, 23:00

cwirth hat geschrieben:
Mo 30. Dez 2019, 11:30
Wenn ein paar "Spinner" halt einen besseren Radweg über die Nibelungenbrücke fordern, offenbar nicht.
Ich bin voll dabei, wenn es darum geht, eine gute, nachhaltige und vor allem verkehrssichere Lösung für alle (Radfahrer) zu schaffen.

Auch wenn in der Radlobby durchaus einige interessante Zeitgeister dabei sind, so sind deren Ansätze und Vorschläge sehr wohl eine gute Grundlage für eine sich näher auseinandersetzende Diskussion. Als "Spinner" würde sie jedenfalls nicht abtun geschweige denn derart bezeichnen. Dazu habe ich mittlerweile zu einzelnen Vertretern der Radllobby NÖ einen zu persönlichen Umgang, selbst mit den oö. Kollegen habe ich im Rahmen eines Projekts - sehr konstruktiv - zu tun.

Allerdings ist es schon ein großer Unterschied, ob ich konstruktive Vorschläge unterbreite oder ich mich maximal medial wirksam - und sei es das einzig verbliebene Haus- und Hofmedium - mit Zahlstock und lustigem Rechtsanwaltsauftrag (ich hoffe dieser kennt wenigstens den Unterschied zwischen StVO und RVS) in Szene setze. Wäre besagte Person wirklich an einer Lösung interessiert, müsste man darüber lesen. Tut man aber nicht. Es geht wiederum nur wieder darum, möglichst irgendwen ans Bein zu pinkeln, nicht mehr und nicht weniger. Auch wenn es vielleicht im Windschatten wieder zu einer Schmalspur-Lösung kommen könnte, weiß ich jetzt schon, wer als erstes mit dieser hart ins Gericht gehen wird. Ich sage nur "Linzer Stadionlösung" und "Bürgerinitiative Froschberg"...

Auch für mich ist eine Führung eines Zwei-Richtungsradweges mit entsprechender Breite die einzig sinnvolle Lösungsvariante, vor allem auf der fußgängertechnisch weniger frequentierten Westseite der Ni-Brücke. Allerdings muss dazu auf beiden Uferseiten ein entsprechend verkehrssicherere Weiterführung gewährleistet sein.

Aber ich schau mir gerne an, wenn die Selbstdarstellerkampagne wirklich in die Hose geht und plötzlich statt einem Radwegschild ein "Radfahren verboten" angebracht wird. Auch wenn diese Farce gottbehüte nicht eintreten wird, im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten ist dies nicht auszuschließen, sobald die Gegebenheiten tatsächlich nach derzeitigem Rechtsstand nichts anderes zulassen würden (weil etwa die gesetzlich geforderte Mindesthöhe von Brückengeländer entlang gekennzeichneter Radwege aufgrund des Denkmalschutz nicht eingehalten werden können). Dies muss jeden bewusst sein...

PS: übrigens habe ich heute in Wien ein bisschen in alter Fachliteratur geschmökert. 80cm Breite eines Radfahrstreifens waren bis zur letzten Novelle für die entsprechende Verordnung möglich. Nun sind es, durch Inbetrachtziehung der Radanhänger und Lastenräder, 100cm. Der Radfahrstreifen auf der Ni-Brücke wurde definitiv vor dieser Novelle verordnet.
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Re: >> Radverkehrssituation Nibelungenbrücke

Beitrag von cwirth » Di 31. Dez 2019, 12:21

cwirth hat geschrieben:
Mo 30. Dez 2019, 11:30
Wenn ein paar "Spinner" halt einen besseren Radweg über die Nibelungenbrücke fordern, offenbar nicht.
Nur um eventuelle Missverständnisse aufzuklären oder abzuwenden: Ich hatte das Wort unter Anführungszeichen gesetzt, um den sarkastischen Charakter der Aussage zu verdeutlichen, was aber offenbar nicht klar genug war. Mit den Personen hatte keine konkrete Gruppe (keine Radlobby, keine(n) Politiker) gemeint, sondern all die, die es sich regelmäßig antun, den Radstreifen auch (vorschriftsgemäß) zu nutzen - mich eingeschlossen.

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Re: >> Radverkehrssituation Nibelungenbrücke

Beitrag von Fred » Di 31. Dez 2019, 12:49

Die meisten Radfahrer und Fußgänger und auch ich sehen die Situation auf der Nibelungenbrücke einfach aus Anwendersicht, und die ist unbefriedigend.

Da finde ich es schon sehr gut, wenn sich wer dieses Thema medial annimmt.
Die Stadt muss das ja nicht anderen überlassen, sie könnte das ja auch selbst in die Hand nehmen. :!:

Aber man merkt, mit etwas Druck gehen auf einmal Projekte die Jahre lang als unmöglich dargestellt wurden, siehe Radweg auf der Waldeggstraße.

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Re: >> Radverkehrssituation Nibelungenbrücke

Beitrag von Michael » Do 2. Jan 2020, 11:34

Fred hat geschrieben:
Di 31. Dez 2019, 12:49
Die meisten Radfahrer und Fußgänger und auch ich sehen die Situation auf der Nibelungenbrücke einfach aus Anwendersicht, und die ist unbefriedigend.
Die Situation ist generell unbefriedigend, denn diese Brücke wird seit geraumer Zeit als eierlegende Wollmilchsau genutzt, wofür sie gar nicht konzipiert ist. Hinzu kommt, dass die Brücke relativ früh unter Denkmalschutz gestellt wurde, sich daher auch die Möglichkeiten zu einer entsprechenden baulichen Umgestaltung in Grenzen halten. Grundsätzlich wäre die Einrichtung eines kombinierten Geh- und Radweges beidseitig verkehrstechnisch aufgrund der vorhandenen Breite von 3,90m kein Problem, allerdings müsste dafür das Brückengeländer erhöht werden (1,20m Mindesthöhe entlang von gekennzeichneten Radfahranlagen)… aber Denkmalschutz. Den Radweg auf eine Brückenseite zu verlegen, ginge zwar, allerdings wären dafür auf beiden Seiten umfangreiche Änderungen der Verkehrsführung samt einigen Folgewirkungen notwendig. Klar, die Politik wird dafür zu Recht, aber auch zu Unrecht dafür geprügelt, diesen gordischen Knoten zu lösen. Eines könnt ihr mir glauben, diesen gordischen Knoten lösen keine Politiker, eher schon die (Fach)Leute dahinter, die der Politik sagen (müssen!), was geht und was nicht geht. Ein Politiker kann deshalb viel skandieren, medial aufhitzen oder gar versprechen, am Ende des Tages ist und bleibt es vor allem eine Haftungsfrage. Ob Pinkyy diese Verantwortung übernimmt? Sicher nicht.

Ich sage es aus meiner Sicht offen: bevor ich Radfahrer in die Illegalität und/oder auf die Fahrbahn schicke, rette ich die ganze Situation mit einer Radwegbreite nach der alten Norm hinüber, bis die anderen neuen Donaubrücken das momentane Verkehrsaufkommen auf der Nibelungenbrücke so weit entlasten, bis man tatsächlich über eine eigene und vor allem verkehrssichere Fahrradspur mit 2,5m Breite verwirklichen kann.

Aber anders gefragt: was wären eure Vorschläge?
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Re: >> Radverkehrssituation Nibelungenbrücke

Beitrag von Fred » Do 2. Jan 2020, 13:25

Mein Vorschlag wäre eine Busspur, auch für Einspurige benützbar. Wie sonst auch in Linz üblich. In beiden Fahrtrichtungen.
Da gewinnen auch die Öffifahrer denen sonst nur die lange Nase gezeigt wird.

Die Zulaufstraßen sind teilweise auch nur einspurig, also wird sich der "Stau" nicht großartig erhöhen.

In München wird gerade ähnliches realisiert. Dort wird die Zweibrückenstraße + Zulauf einspruig.
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/mu ... -1.4729093
Autofahrer werden sich nicht aus Trotz in den Stau stellen, sondern sie werden über kurz oder lang ihre Mobilität verändern - wie sie es in so vielen anderen Städten schon getan haben.
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